Transrapid auf japanisch: Maglev

In Japan hat man mit der Transrapid-Technologie, auf die wir in Deutschland vor einigen Jahrzehnten verzichtet haben, unter dem Name Maglev einen Geschwindigkeitsrekord aufgestellt und überlegt recht konkret, mit dieser Technologie eine zweite Schnellstrecke parallele zum bestehenden Shinkansen zwischen Tokyo und Osaka zu bauen. Das ist im (2019 nicht mehr verfügbaren) SBB-Blog als Fortschritt in anderen Ländern erwähnt worden und sicher bemerkenswert.

Da aber der Engergieverbrauch von Verkehrsmittteln mit dem Quadrat der Geschwindigkeit zunimmt, glaube ich nicht, dass diese Technologie in diesem Geschwindigkeitsbereich eine Zukunftsperpektive als Massenverkehrsmittel haben wird oder dass dies auch nur wünschenswert wäre. Interessant ist die Idee natürlich, wenn man wie bei Swissmetro angedacht in einem Vakuumtunnel fährt und damit diesen Nachteil stark relativiert.

In Europa zweifle ich aber vor allem an der sinnvollen Anwendbarkeit dieser Magnetschwebetechnik für den schnellen Fernverkehr, weil das Rad-Schiene-System hierfür gut geeignet ist und den Vorteil bietet, einfacher mit dem vorhandenen Streckennetz verknüpfbar zu sein, ohne Umsteigezwang. Das ist ein wesentlicher Bestandteil des Erfolgs von ICE und TGV, die jeweils weit über die eigentlichen Hochgeschwindigkeitsstrecken hinaus fahren und nur nach und nach längere durchgängige Schnellstrecken erhalten. Umgekehrt lassen sich viele ICE-Strecken auch für andere Züge verwenden, z.B. nachts für Güterzüge.

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