Fragen zum Urknall

In der Astronomie, Physik, Astrophysik, Chemie und natürlich auch in der Theologie ist es unheimlich spannend, sich mit dem Ursprung des Universums zu befassen.

Man sagt, dass das Universum im Urknall aus einem Punkt entstanden ist und dann expandiert hat. Die ersten etwa 300’000 Jahre war es dabei so dicht und so heiß, dass es aus Plasma und undurchsichtig war. Das bedeutet, dass man aus dieser Zeit kein optisches „Echo des Urknalls“ findet. Nun sind die Gravitationswellen seit langem postuliert worden und in die theoretischen Überlegungen eingeflossen und man kann damit Verformungen von Atomen erklären, die wiederum zur Polarisation der elektromagnetischen Wellen führen sollen. Mit diesen Polarisationsmustern kann man also versuchen, Gravitationswellen aus der Frühzeit des Universums indirekt über die Polarisation von etwas später entstandener Hintergrundstrahlung nachzuweisen und so Rückschlüsse auf die Frühzeit des Urknalls zu ziehen.

Eine Frage drängt sich jedoch auf, wenn man diese Dinge anschaut. Wenn das Universum nach 10^{-n} Sekunden seine heutige Masse, aber das Volumen eines Atomkerns hatte, dann sollte das ein schwarzes Loch sein. Für eine Masse der Milchstraße reicht schon die Dichte von Wasser aus, um ein schwarzes Loch zu bilden und das Universum besteht aus vielen Milliarden Galaxien und die Dichte war unvorstellbar viel größer.

Man kann nun sagen, dass das Universum selbst halt ein großes schwarzes Loch ist und wir uns halt innerhalb davon bewegen. Als Erklärung reicht das nicht aus, denn es gibt ja offensichtlich schwarze Löcher innerhalb des Universums, das heißt, dass in dieser frühen Zeit auch etwa das halbe Universum die Bedingungen für ein schwarzes Loch erfüllte und doch diese Expansion möglich war.

Mich würde interessieren, wie man diese Frage beantwortet. Irgendeine Antwort muss es tatsächlich geben, sonst könnte ich das hier nicht schreiben und Ihr könntet es nicht lesen. Sie scheint mir aber nicht wirklich bekannt zu sein oder auf sehr viel Spekulation und sehr speziellen Erweiterungen der bekannten physikalischen Theorien unseres heutigen Universum zu beruhen.

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Zukunft der Nachtzüge der DB

Hier kommt ein kleiner Zwischenstand zur Zukunft der Nachtzüge der deutschen Bahn.

Es ist klar, dass die DB selbst die Nachtzüge aufgibt. Die Mitarbeiter haben anscheinend eine Kündigung erhalten. Ein Teil des Rollmaterials ist bereits an die ÖBB verkauft worden. Nun besteht die Gefahr, dass die Mitarbeiter vor Dezember 2016 bereits neue Jobs finden und so das Personal fehlt, um die Züge bis zu diesem Datum zu betreiben.

Zur Frage der Profitabilität hört man verschiedene Aussagen. Nun habe ich auch gehört, dass die Nachtzüge der DB einen kleinen Gewinn abwerfen, aber im Sinne eines „Streamlinings“ nicht ins Konzept passen und deshalb mit Tricks schlechter gerechnet werden, um deren Einstellung rechtfertigen zu können. Wenn das so wäre, wäre andererseits die Chance, dass eine andere Bahn das übernimmt, größer. Die Frage, ob und in welchem Umfang andere Bahngesellschaften die Lücke füllen werden, ist noch offen. Die ÖBB betreiben im eigenen Land und von dort in die Nachbarländer ein recht interessantes Netz an Nachtzügen und investieren auch in Rollmaterial. Das Angebot ist für mich stimmig. Die russische Bahn betreibt Nachtzüge, die auch durch Deutschland verlaufen, z.B. von Paris nach Moskau. Diese waren früher nur für Reisen von und nach Russland oder Weißrussland freigegeben, können aber neuerdings auch z.B. zwischen Paris und Berlin oder zwischen Straßburg und Warschau genutzt werden.

Ich denke aber weiterhin, dass auch die beteiligten Staaten sicherstellen sollte, dass auf wichtigen Verbindungen mit entsprechender Nachfrage auch tatsächlich Nachtzüge verkehren. Gerade die Schweiz als Tourismusdestination und als Wirtschaftsstandort mit vielen hochqualifizierten Arbeitskräften aus den Nachbarländern sollte ein Interesse daran haben, gut erreichbar zu sein, auch und gerade mit der Bahn. Auf längeren Strecken ist dafür der Nachtzug sinnvoll und sogar notwendig.

Im Blog der SBB ist das Thema zumindest in den Kommentaren auch präsent:

Frühere Artikel in diesem Blog zu dem Thema mit umfangreichen Linksammlungen:

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Bahnstrecke Zürich – Olten

Nachdem zwischen Olten und Bern schon vor etwa zehn Jahren die Mattstetten-Rothrist eröffnet wurde, ist nun der Ausbau des östlichen Teils der Strecke von Zürich nach Bern, also der Abschnitt Zürich – Olten, in den Vordergrund gerückt. Bereits in Baus sind das durchgängige dritte und vierte Gleis zwischen Olten und Aarau, wo teilweise einfach zwei Gleise dazu gelegt werden, aber auch ein kurzer Neubauabschnitt im Tunnel entsteht, der Eppenbergtunnel. Dieser Abschnitt soll dann für 180 km/h ausgebaut sein.

Nun scheint es eine Vorentscheidung dazu zu geben, was östlich von Aarau passieren soll. Darüber ist hier schon geschrieben worden, als das noch weniger klar war, insbesondere kann man schon lesen, was der Grund ist, diesen heute bereits viergleisigen oder mit zwei parallelen zweigleisigen Strecken ausgerüsteten Abschnitt noch weiter auszubauen.

Nun wird im Moment eine 30 km lange Neubaustrecke von Zürich Altstetten nach Rupperswil favorisiert. Man spricht davon, dass es nur um die Kapazität gehe, aber mit einigen zusätzlichen Investitionen ließe sich wohl eine Verkürzung der Fahrzeit von heute 54 Minuten auf gut 40 Minuten erreichen, was etwa in Bern Anschlüsse um die Zeiten x:15 und x:45 ermöglichen würde, statt heute x:00 und x:30.

Ein großer Engpass besteht noch zwischen Zürich und Winterthur, wo die Strecke von Effretikon bis Winterthur nur zweigleisig ist.

Hier ist ein sogenannter Brüttener Tunnel geplant, der aber die Eigenschaft hat, dass man ihn immer wieder in die ungewisse Zukunft verschiebt.

Man kann wohl nicht alles auf einmal machen, aber es gibt doch weiterhin Bewegung.

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