Verschiedene Sensoren bei Digitalkameras

Heutige Digitalkameras haben normalerweise einen Sensor und der ist fest eingebaut. Warum auch nicht? Man hat inzwischen ziemlich hohe Auflösungen, Farbe, hohe Empfindlichkeit und dazu noch gute Qualität und Rauscharmut gleichzeitig zur Verfügung, wenn dieser eine Sensor nur gut ausgewählt worden ist. Aus Farbe kann man nachträglich Schwarz-Weiß machen, aber schon zu Zeiten der Analogfotografie war der Schwarz-Weiß-Film nur so lange relevant, wie er preislich einen massiven Vorteil vor Farbfilmen bot. Seit den 80er Jahren sind Farbfotos billiger als Schwarz-Weiß-Fotos gewesen und die Qualität der Schwarz-Weiß-Abzüge war unterirdisch, wenn man nicht selbst Zugang zu einem Labor hatte. Wer Geld und Zeit und Platz für ein eigenes Fotolabor hatte, konnte hervorragende Abzüge machen und dann machte Schwarz-Weiß auch Spaß. Aber das war eine winzige Nische. Eine noch kleinere Nische waren Infrarot-Filme. Diese haben erstmal nur Müll produziert, weil man alles neu lernen musste. Die Entfernungseinstellung und die Belichtungseinstellung stimmten nicht und die diversen Automatiken sowieso nicht. Ich habe es nie probiert, aber Es gibt Fotografen, die damit sehr interessante Fotos gemacht haben und immer noch machen. So lange bis der kühl gelagerte Vorrat aufgebraucht ist.

Es gab ein paar Gründe, verschiedene Filme zu verwenden, die sich teilweise oder ganz erledigt haben. Es gibt empfindlichere und weniger empfindliche Filme. Die empfindlicheren Filme kamen praktisch ohne Qualitätseinbußen bis 24 DIN (200 ASA). 27 DIN (400 ASA) ging auch noch gut. Alles was darüber lag, war immer mal wieder erhältlich, aber erfahrungsgemäß mit stark verminderter Qualität. Gute Digitalkameras, zumindest die dezidierten Kameras und nicht die im Mobiltelefon, kommen noch weit über die 27 DIN/400 ASA ohne dass man qualitativ schmerzhafte Kompromisse machen muss. Es gibt immer Situationen, in denen man das Maximum an Empfindlichkeit und noch mehr bräuchte. Da wären auswechselbare Sensoren einmal gut.

Gerade die Schwarz-Weiß-Thematik ist mit ein bisschen Bildverarbeitung nicht so schnell abzuhaken. Sagen wir, wir haben 30 Millionen lichtempfindliche Punkte auf dem Sensor, die jeweils auf R, G oder B reagieren. Dann haben wir also eigentlich nur 10 Millionen Punkte, weil wir immer mindestens drei brauchen, um die volle Farbinformation zu rekonstruieren. Mit dem gleichen Aufwand müsste man aber einen Sensor bauen können, der 30 Millionen lichtempfindliche Punkte hat, die jeweils gleichermaßen nur auf Helligkeit reagieren. Und man vermeidet den Umrechnungsschritt, der immer ein bisschen Verlust mit sich bringt. Es wäre also zu erwarten, dass ein reiner Schwarz-Weiß-Sensor besser ist. Dummerweise ist er wahrscheinlich teurer, weil die Stückzahlen einfach kleiner sind, aber wer ein bisschen mehr zu investieren bereit ist, mag das vielleicht trotzdem. Es gibt ja Digitalkameras, die nur mit Schwarz-Weiß-Sensor arbeiten.

Ein weiterer Vorteil wäre, dass man den Sensor „upgraden“ könnte. Es könnte bessere Sensoren geben. Oder solche, die mehr als drei Farben abgreifen. Oder vielleicht auch Infrarot-Sensoren.

Auch wenn ein Sensor nicht so leicht zu tauschen ist wie die SIM-Karte oder die Speicherkarte beim Mobiltelefon, weil er ja beim Fotografieren extrem präzise positioniert sein muss, könnten solche austauschbaren Sensoren doch interessant werden.

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200 Jahre Fahrrad

Vor 200 Jahren, im Jahr 1817, ist in Karlsruhe der erste Vorläufer des Fahrrads erfunden worden.

Wie so viele bedeutende Erfindungen gestaltete sie sich in viele Schritten und es dauerte einige Jahrzehnte, bis etwas ähnliches wie unsere heutigen Fahrräder, noch ohne Schaltung, Nabendynamo und hydraulische Bremsen, aber schon mit Luftreifen und Kettenantrieb, entstanden war.

Ich denke, dass das Fahrrad die bedeutendste Erfindung im Verkehrsbereich in der Neuzeit war, zumindest was den Personenverkehr betrifft.
Es ermöglicht die Fortbewegung aus eigener Kraft und man ist mit einem modernen Fahrrad etwa 4-5 Mal so schnell wie zu Fuß, bei gleicher Leistung.

Um einen Weg zurückzulegen, der zu Fuß 4 Stunden benötigt, braucht man also nur noch eine Stunde, oder sogar weniger. Das heißt, man hat drei Stunden eingespart. Mit jedem anderen Verkehrsmittel kann man rein mathematisch gesehen also gegenüber dem Fahrrad für diesen Weg nur noch weniger als eine Stunde einsparen.

Das Fahrrad ist umweltfreundlich, platzsparend, leise und hat wohl als einziges Verkehrsmittel die Eigenschaft, dass die Lebenserwartung bei der Benutzung steigt, man also sozusagen ein negatives Risiko hat. Der negative Effekt auf die Lebenserwartung durch das Unfallrisiko ist kleiner als der positive Effekt durch die Bewegung. Besonders wenn man eine sichere Fahrweise hat, gut sichtbar ist und unübersichtliche Straßen, Radwege mit vielen Einfahrten und ähnliche Strecken mit erhöhtem Risiko zu meiden versucht. „Vehicular Cycling“ ist das Stichwort…

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