Rogfast

Rogfast bezeichnet ein Projekt, einen Straßentunnel von Stavanger nach Norden zu bauen.

Dieses Projekt ist unter zwei Aspekten interessant.

Einerseits ist es beeindruckend, wie der längste Straßentunnel unter Wasser in relativ kurzer Zeit und für relativ wenig Geld gebaut wird. Warum schaffen die Norweger es, Tunnel so schnell und so billig zu bauen und andere Länder können es nicht und können es auch nicht von den Norwegern lernen? Oder zum Beispiel von norwegischen Firmen bauen lassen?

Andererseits ist es ein völlig anachronistisches Projekt, weil es einseitig auf den motorisierten Individualverkehr setzt und diesen massiv steigert und gleichzeitig Fahrradverkehr von und nach Stavanger außer nach Süden oder über Umwege von einigen hundert Kilometern illegal macht. So etwas sollte man heute nicht mehr bauen, sondern immer zuerst sicherstellen, dass umweltfreundliche Verkehrsmittel (Fahrrad, Bahnverkehr) von Verbesserungen profitieren.

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Monte-Ceneri-Tunnel

Der Monte-Ceneri-Tunnel ist fertiggestellt und wird jetzt in Vorbereitung für die volle Inbetriebnahme beim nächsten Fahrplanwechsel mit einzelnen Zügen getestet.

Damit ist das Schweizer „Alp-Transit“-Projekt fertiggestellt, wenn auch einige weitere Ausbaumaßnahmen noch kommen dürften.

Auf italienischer und deutscher Seite sollten die Strecken ausgebaut werden. Dank einer Bürgerinitiative (Bohr) und auch wegen allgemein zu tiefer Priorisierung konnte das dazu zugesagte Projekt des viergleisigen Ausbaus der Strecke von Karlsruhe bis Basel nur unvollständig fertiggestellt werden. Es wird wohl noch ca. 15 Jahre länger als ursprünglich gedacht dauern. Das ist ein großer Erfolg für die Flug-, Öl- und Autolobbys, ob sie nun indirekt hinter der Bürgerinitiative stehen oder nur ungewollt profitiert haben. Alternativ kann man aber auch durch Frankreich, Luxemburg und Belgien zu den Häfen in Rotterdam und Antwerpen fahren, was den Güterverkehr betrifft. Vielleicht lässt sich dort ein Ausbau, soweit nötig, schneller umsetzen und es ist sowieso gut, Ausweichrouten zu haben.

Die italienische Seite kommt auch etwas langsamer voran, als ursprünglich geplant.

Aber auf jeden Fall wird es auf der Route von Zürich, Basel, Bern und Olten ins Tessin und nach Italien eine Beschleunigung geben und das ist gut.

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