Panoramafreiheit

Die Panoramafreiheit, wie sie heute in vielen EU-Ländern gilt, scheint gefährdet zu sein.

Heute darf man in Deutschland permanent sichtbare Gegenstände und Gebäude vom öffentlichen Raum aus fotografieren und die Fotos veröffentlichen.

In Zukunft droht ein Fotografierverbot bzw. ein Veröffentlichungsverbot bei solchen Aufnahmen.

Ich finde das hochgradig unintuitiv, unverhältnismäßig und unpraktisch. Die Gesetze sollten letztlich uns Menschen dienen, durchaus auch indirekt, und nicht uns schikanieren. Deshalb empfehle ich, die Petition zur Erhaltung der Panoramafreiheit zu unterzeichnen.

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Vorschau auf den SBB-Fahrplan ab 2015-12-13

Am 13. Dezember soll die sogenannte Durchmesserlinie in Zürich komplett in Betrieb gehen. Zur Zeit können dort S-Bahnen vom südlichen Zürichsee-Ufer kommend nach Zürich-Oerlikon im Norden der Stadt weiterfahren. Am 13. Dezember soll dann auch die Verbindung von Zürich-Altstetten nach Zürich-Oerlikon möglich sein, wenn die entsprechende Anbindung fertigestellt ist. Diese Durchmesserlinie ist hauptsächlich für die S-Bahn gebaut worden, aber sie soll auch von einzelnen Fernzügen befahren werden.

Auf dieser Seite der SBB sind die Änderungen aufgeführt:

Fahplanwechsel 2016

Hier sind noch mehr Informationen:

Fahrplanentwurf

Fernverkehr

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Transrapid auf japanisch: Maglev

In Japan hat man mit der Transrapid-Technologie, auf die wir in Deutschland vor einigen Jahrzehnten verzichtet haben, unter dem Name Maglev einen Geschwindigkeitsrekord aufgestellt und überlegt recht konkret, mit dieser Technologie eine zweite Schnellstrecke parallele zum bestehenden Shinkansen zwischen Tokyo und Osaka zu bauen. Das ist im SBB-Blog als Fortschritt in anderen Ländern erwähnt worden und sicher bemerkenswert.

Da aber der Engergieverbrauch von Verkehrsmittteln mit dem Quadrat der Geschwindigkeit zunimmt, glaube ich nicht, dass diese Technologie in diesem Geschwindigkeitsbereich eine Zukunftsperpektive als Massenverkehrsmittel haben wird oder dass dies auch nur wünschenswert wäre. Interessant ist die Idee natürlich, wenn man wie bei Swissmetro angedacht in einem Vakuumtunnel fährt und damit diesen Nachteil stark relativiert.

In Europa zweifle ich aber vor allem an der sinnvollen Anwendbarkeit dieser Magnetschwebetechnik für den schnellen Fernverkehr, weil das Rad-Schiene-System hierfür gut geeignet ist und den Vorteil bietet, einfacher mit dem vorhandenen Streckennetz verknüpfbar zu sein, ohne Umsteigezwang. Das ist ein wesentlicher Bestandteil des Erfolgs von ICE und TGV, die jeweils weit über die eigentlichen Hochgeschwindigkeitsstrecken hinaus fahren und nur nach und nach längere durchgängige Schnellstrecken erhalten. Umgekehrt lassen sich viele ICE-Strecken auch für andere Züge verwenden, z.B. nachts für Güterzüge.

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Petition zu Nachtzügen in der Schweiz (Update)

Die früher erwähnte Petition zur Erhaltung und zur Wiederherstellung von Nachtzugverbindungen hat eine neue Entwicklung genommen.

Sie ist beim Bundesrat, der CH-Regierung, vorgelegt worden und von der Regierung kommentiert worden. Dazu kann man jetzt einiges lesen.

Links:

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Führerlose Züge

Aufzüge in Gebäuden haben nur selten einen Fahrstuhlführer und fahren automatisch gemäß den Anforderungen der Fahrgäste. Das ist schon seit Jahrzehnten so. Nun ist die Rede davon, dass Autos einmal automatisch gesteuert werden könnten und vielleicht würde damit das Unfallrisiko, dass von diesem Verkehrsmittel ausgeht, etwas verringert. Ob das so bald kommt oder doch noch nicht, sei dahingestellt. Sicher ist, dass es für den Bahnverkehr sehr viel einfacher ist und etliche U-Bahnlinien fahren schon vollautomatisch und führerlos, z.B. in Nürnberg oder in Dubai.

Nun hat es einen Beitrag im SBB-Blog zu diesem Thema gegeben. Dort meint man, dass das kein aktuelles Thema sei. Ein interessanter Teilaspekt ist übrigens in den Kommentaren angesprochen worden. Wenn man Leuten, die sich für den Beruf interessieren und denen bewusst ist, dass führerlose Züge in den nächsten Jahrzehnten einmal kommen könnten, keine Perspektive gibt, was sie dann tun könnten, könnte es knapp werden, genug Lokführer zu finden, an denen im Moment Mangel herrscht. Man kann aber auch die Gegenfrage stellen: In welchem Beruf hat man heute noch einen Perspektive bis zum Ruhestand? Wechsel gehören heute zum Berufsleben dazu.

Die Kondukteure konnte man leichter einsparen, indem man einfach verlangt hat, dass alle Fahrgäste vor dem Betreten des Zuges eine Fahrkarte gekauft haben müssen. Auch diese Umstellung ist in vielen kleinen Schritten erfolgt und hat jahrzehnte gedauert. Zunächst glaubte man noch, dass der Lokführer die Fahrkarten verkaufen müsse, aber seit einigen Jahren ist in Regionalzügen der Automat oder der Fahrkartenschalter oder die Online-Fahrkarte vor der Fahrt zu kaufen und man gewöhnt sich langsam daran.

Wenn Züge führerlos fahren sollen, braucht man größere Investitionen in die Zugsicherung, die Triebfahrzeuge und Steuerwagen. Das lässt sich sicher nachrüsten, aber die Einführung wird eine Weile dauern. Dennoch glaube ich, dass das kommen wird. Zunächst in einfachen Systemen wie U-Bahnen, auf denen die Züge immer dieselbe Strecke fahren und wo sich eine fast lückenlose Absicherung der Strecke durch Bahnsteigtüren in absehbarer Zeit umsetzen lässt. U-Bahnen sind aber auch mitten in der Stadt unterwegs und da hat man die Möglichkeit, relativ schnell Leute zu schicken, die irgendwelche Probleme beheben können. Auf Zügen, die auf Fernverkehrsstrecken unterwegs sind, kann so etwas länger dauern. Zumindest bis vor kurzem sollte ein Lokführer kleinere Reparaturen an der Lok machen können oder zumindest gezielt die richtige Unterstützung anfordern können.

Die richtige Idee könnte sein, dass man Lokführer und Zugbegleiter in einer Person zusammenfasst. Auf bestimmten Abschnitten oder wenn es Probleme gibt, muss diese Person vielleicht im Führerstand anwesend sein, aber sie kann dann während der Fahrt durch den Zug gehen, Fahrkarten kontrollieren und die Fahrgäste beraten. Sobald es nötig ist, kann er oder sie einen Alarm erhalten und zum Führerstand zurückkehren. So stelle ich mir die Zukunft des Lokführerberufs vor. Für diejenigen, die heute Lokführer werden wollen, ist das sogar eine gewisse Perspektive, aber ich kann nichts versprechen und kenne nicht einmal die langfristigen Pläne der verschiedenen Bahnen. Was sicher ist, ist dass verschiedene Bahnen diese Art von Umstellung stark zeitversetzt vornehmen werden. In einem europäischen Arbeitsmarkt wird man nach Erwerb von entsprechenden Sprachkenntnissen also möglicherweise bei einer anderen Bahn weiterarbeiten können. Aber die Bahnen sind nicht primär dafür da, Arbeitsplätze für ihre Mitarbeiter anzubieten, sondern Reise- und Transportmöglichkeiten für die Menschen in ihrem Einzugsgebiet.

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Halbmarathon laufen

Mal zwischendurch ein anderes Thema…

Ich habe mich vor einem halben Jahr bei einem Halbmarathon angemeldet. Nicht sehr bergig, also eher einfach, wenn man es überhaupt schaffen kann. Die Idee war, so 2-3 Male pro Woche laufen zu gehen und einmal pro Woche etwas länger. Dieser längere Lauf sollte jede Woche länger werden und zum Schluss etwa drei Stunden dauern… Die drei Stunden kann man sich merken, die kommen weiter unten nochmal dran, aber es kam anders…

Wenn man krank ist, auch wenn es nicht so schlimm ist, muss man diese Laufstrecken schnell mal ein paar Wochen lang ausfallen lassen. Und fängt danach von vorne an. Da waren es dann 2 1/2 Monate statt 6 Monate… Und manchmal hat man nicht die Möglichkeit, mehr als einmal pro Woche laufen zu gehen oder diesen einen Lauf jedes Mal in Richtung drei Stunden auszudehnen… So kam es, dass ich eigentlich sehr viel weniger vorbereitet war als gedacht, aber es sollte doch reichen, um die Strecke zu schaffen.

Eine riesige Gruppe von Menschen läuft dann irgendwann los und auf dem ersten Kilometer verteilt sich das Feld ein wenig. Nach zwei Kilometern hatte ich die ganze Straße für mich alleine, der zweit-langsamste Läufer war weit vor mir, wie es schien. So blieb es für etwa 6 km. Eine Läuferin, die es wohl nicht geschafft hatte, wurde versorgt und sonst waren da nur ein paar MTBler und Fußgänger, die sich rücksichtsvoll auf der Laufpiste bewegten und eigentlich nie im Weg standen. Alle paar Kilometer gab es Wasser oder Tee und für Leute, die zwei Hände haben, sogar beides. Mit etwas Temporeduktion lässt sich das ohne stehen zu bleiben oder zu gehen während des Laufens entgegennehmen und trinken und die Becher durfte man verlieren, weil die Organisatoren hinterher die ganze Piste aufräumen. Wenn das T-Shirt etwas nass wird, ändert das nicht viel, es kommt sowieso abends in die Wäsche.

So nach 10 km kamen dann vereinzelte Läufer. Wahrscheinlich waren es die ersten Marathonläufer, die etwa eine halbe Stunde vorher gestartet waren, auf der zweiten Runde. Oder die von der Marathon-Staffel… Aber es blieb einigermaßen leer. Am Schluss wurde es voller. Mehr Läufer, mehr Zuschauer und schmalere Wege. Die einzige Steigung war diesmal nicht so schlimm und dann ging es nur noch eben oder leicht bergab auf den letzten drei Kilometern. Ein bisschen beschleunigen war gut, aber nicht zu viel, das war nicht möglich…

Nun kommen wir zurück zu den drei Stunden. Die sind für einen Marathon eine ganz gute Zeit. Für einen Halbmarathon eher nicht so. Aber einige waren doch noch langsamer. Wahrscheinlich so viel langsamer, dass ich sie während des ganzen Laufes nie zu sehen bekam. Und einige haben die Strecke nicht geschafft, obwohl sie sich angemeldet hatten und gestartet waren. Das kann passieren. Für den durchschnittlichen Mitteleuropäer ist mit dem momentanen Trainingszustand diese Strecke nicht zu schaffen. Aber fast jeder kann mit etwas Training auf den Stand kommen, das zu schaffen, ohne zu gehen. Ich auch. Und mit etwas mehr Training kann man „bessere“ Zeiten bekommen, auch viele Rentner mit weit über 70 Jahren, aber diesbezügliche Ambitionen wären diesmal für mich übertrieben gewesen. Es reicht völlig, die Strecke ohne Gehen und ohne Pausen zu schaffen.

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