Beidseitige Bahnsteige

Die meisten Bahnhöfe haben die Bahnsteige auf jeweils einer Seite des Zuges. Das reicht zum Ein- und Aussteigen und nutzt den meist knappen Platz besser aus.

Aber ich habe auch schon Bahnhöfe und U-Bahn-Stationen gesehen, die beidseitige Bahnsteige haben. Auf Strecken der New Yorker U-Bahn und vor allem auf Strecken der dortigen S-Bahn und Vorortzüge sind solche zweiseitigen Bahnsteige an Umsteigestationen häufig. Das ermöglicht es, zwei Umsteigeverbindungen am selben Bahnsteig anzubieten. Man muss nur beim Aussteigen beachten, zu welcher Seite man zu dem gewünschten Anschlusszug aussteigen sollte.

Eine andere Idee wird bei größeren Shinkansen-Stationen in Japan verfolgt. Dort ist eine Seite zum Einsteigen und eine zum Aussteigen vorgesehen. So kommen sich die Fahrgäste weniger in die Quere und es gibt weniger Verspätungen durch Ein- und Aussteigen oder man kann sogar etwas kürzere Halte einplanen. Zwei S-Bahn-Stationen in München funktionieren auch nach diesem Prinzip.

Ich denke, dass die Idee der beidseitigen Bahnsteige in einer der beiden Varianten attraktiv ist und auch anderswo noch eingesetzt wird. In Deutschland, Skandinavien und der Schweiz fallen mir außer der Ausnahme in München aber keine weiteren Beispiele ein. Zumindest in Deutschland wird das auch durch die Eisenbahnbau und -betriebsordnung erschwert, wovon die beiden Münchener Stationen wohl eine Ausnahmebewilligung erhalten haben.

Share Button

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*