Schmetterlingswanderungen

Jeder kennt die Zugvögel, die jeden Herbst nach Süden ziehen. Dass sie dabei tausende Kilometer zurücklegen und zum Teil von Nordeuropa bis ins südliche Afrika oder von Nordamerika bis ins südliche Südamerika fliegen, ist beeindruckend.

Aber es gibt so etwas auch bei Schmetterlingen:

Wanderfalter legen auch Distanzen von mehreren 1000 km pro Richtung zurück. Die Monarchfalter in Nordamerika sind interessant, weil sie etwa vier Generationen pro Jahr bilden.  Die Sommergenerationen leben nur jeweils etwa einen Monat lang und wandern zum Teil noch weiter nach Norden. Dann wächst im Herbst eine Wintergeneration heran, die langlebiger ist, nach Mexiko wandert und dann ein paar Monate später wieder zurück, eventuell nur einen Teil der Strecke, so dass der Rest von der ersten neuen Generation bewältigt wird.  In Mexiko überwintern die meisten in einem recht kleinen Areal. Da sie giftig sind, haben wohl Fressfeinde dieses Reservoir an Futter noch nicht im großen Stil anzapfen können. Aus bislang weitgehend unbekannten Gründen scheint die Population aber in den letzten Jahren drastisch zurückzugehen, mehr als durch die ohnehin starken Schwankungen der Populationsgröße erklärbar ist.

Ich bin darauf durch einen Artikel im Wissenschaftsteil der NZZ gestoßen, der aber leider nicht im öffentlich sichtbaren und verlinkbaren Teil der Webseite zu finden ist, und fand dies so interessant und überraschend, dass ich es gerne mit Euch teilen möchte.

Welche Tiere außer Schmetterlingen und Vögeln legen noch so große Wanderungen im Jahreszyklus oder im Lebenszyklus zurück?

  • manche Wale
  • Fische, z.B. Lachse und Aale
  • Manche Fledermäuse
  • Andere Insekten, z.B. Heuschrecken (oh Schreck)
  • Manche Schildkröten leben mitten im Pazifik und legen die Eier an Land
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