Ladenöffnung im Dezember 2020 und Covid19

Wegen Covid19 wurde z.B. in der Schweiz beschlossen, die Öffnungszeiten der Läden einzuschränken. Und je nach Land/Region/Kanton wurde auch Läden verboten, „non-Food“-Artikel zu verkaufen, die nicht unentbehrlich sind.

Nun steht jemand, der noch Weihnachtsgeschenke kaufen will, vor verschlossenen Türen. Die Idee der Einschränkung, dass man nun einmal in diesem Jahr auf Weihnachtsgeschenke verzichtet, mag ja gut gemeint sein. Aber dieser arme Mensch, der noch unbedingt ein paar Geschenke kaufen will, wird wohl eher auf andere Kantone, Regionen oder ins Nachbarland ausweichen, wenn es für Online-Käufe zu spät ist oder das gedachte Geschenk online nicht gut erhältlich ist. Die Folge ist, dass die Läden, die noch offen haben dürfen, überfüllter sind und sich mehr Leute anstecken. Dies vor allem Läden betrifft, die in der Nähe einer Region liegen, wo die Läden geschlossen sind. Dort tummeln sich auf engem Raum entsprechend noch viel mehr Menschen als sonst und es stecken sich dann auch mehr an. Menschen aus Regionen, wo die Läden zu haben, kaufen also in volleren Läden in der weiteren Umgebung an und stecken sich deshalb häufiger an als Menschen in Regionen, wo die Läden offen haben und sich die Menschen (bis auf ein paar Hotspots an der Regionsgrenze) mehr verteilen.

Dass man im Extremfall den Einkauf von nicht essenziellen Produkten einschränken kann, um die Ansteckungen in den Läden zu verringern, halte ich grundsätzlich für eine legitime Idee, aber kurz vor Weihnachten ist es ein Schnellschuss, der sehr wahrscheinlich mehr schadet als nützt, wenn man die Leute nicht überzeugen kann, auf Einkäufe zu verzichten.

Zu den Läden, die offen bleiben dürfen, z.B. Lebensmittel, aber je nach Region auch alle anderen: Es wäre besser, wenn diese zumindest für die Dauer der Corona-Krise die Möglichkeit bekämen, 7×24 offen zu haben. Das würde nicht heißen, dass alle Läden um 3:00 nachts offen haben müssen, aber Chefs der Läden wissen, wann ungefähr Kunden zu erwarten sind und könnten länger offen haben. Eben so lange wie sie wollen. Dann könnten sich die Kunden besser über die Zeit verteilen und es wäre weniger Ansteckungsrisiko für alle.

Ein merkwürdig negativ belasteter Begriff ist „Hamstern“ oder „Hamsterkäufe“. Hamsterkäufe sind in der jetzigen Lage gut. Es bedeutet, dass Leute dieselbe Menge kaufen, aber dafür seltener in den Laden gehen und immer für ein paar Wochen auf einmal kaufen. Das ist wünschenswert, weil es die Ansteckungsgefahr für alle verringert.

Am besten ist natürlich Online-Einkauf.

Also, hier die Empfehlungen für möglichst wenige neue Ansteckungen:

  • Nicht kurz vor Weihnachten Leute zu weiter entfernten Läden treiben. Läden offen halten.
  • Öffnungszeiten zumindest temporär liberalisieren
  • Empfehlung, lieber in größeren Abständen Großeinkauf zu machen („Hamsterkauf“) statt fast täglich in den Laden zu gehen
  • Empfehlung Online zu kaufen, was gut online bestellbar ist

 

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